Steuerberater für GmbH und UG: Was die Kanzlei können muss
Eine GmbH oder UG braucht mehr als Steuererklärungen: doppelte Buchführung, Jahresabschluss, Offenlegung und oft Lohn für die Geschäftsführung. Wähle eine Kanzlei, die viele Kapitalgesellschaften deiner Größe betreut – und kläre vorab, welche Aufgaben sie übernimmt und welche bei dir bleiben.
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Was bei GmbH und UG anders ist
Als Kapitalgesellschaft ist deine GmbH oder UG schon wegen ihrer Rechtsform zur Buchführung und Bilanzierung verpflichtet. Im Alltag bedeutet das:
| Pflicht | Was dahintersteckt | Wer übernimmt es meist? |
|---|---|---|
| Doppelte Buchführung | Jeder Geschäftsvorfall wird gebucht, nicht nur Einnahmen und Ausgaben. | Kanzlei – oder du selbst mit Software, je nach Absprache |
| Jahresabschluss | Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und in der Regel ein Anhang; kleine Gesellschaften haben Erleichterungen. | Kanzlei |
| Offenlegung | Der Jahresabschluss wird spätestens ein Jahr nach dem Abschlussstichtag elektronisch an das Unternehmensregister übermittelt (§ 325 HGB). | Oft die Kanzlei im Auftrag – verantwortlich bleibt die Geschäftsführung |
| Betriebliche Steuern | Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer, mit Voranmeldungen im Jahr und Jahreserklärungen. | Kanzlei |
| Lohn | Bekommt die Geschäftsführung ein Gehalt oder hat die Gesellschaft Mitarbeitende, fällt Lohnabrechnung an. | Kanzlei oder Lohnbüro |
| Rücklage bei der UG | Ein Viertel des Jahresüberschusses (gemindert um einen Verlustvortrag) fließt in eine gesetzliche Rücklage (§ 5a Abs. 3 GmbHG). | Wird im Jahresabschluss berücksichtigt |
Dazu kommen Beratungsthemen zwischen Gesellschaft und Gesellschaftern: Geschäftsführergehalt, Darlehen, Ausschüttungen. Hier passieren Fehler, die teuer werden können – etwa verdeckte Gewinnausschüttungen. Eine Kanzlei mit GmbH-Erfahrung spricht diese Themen von sich aus an.
Woran du GmbH-Erfahrung erkennst
- Die Kanzlei betreut viele Kapitalgesellschaften deiner Größe – nicht nur Einzelunternehmen und nicht nur Konzerne.
- Sie nennt dir von sich aus die Fristen für deine Gesellschaft, einschließlich der Offenlegung.
- Sie spricht Geschäftsführervergütung und Gesellschafterthemen an, nicht nur die Buchhaltung.
- Sie sagt klar, was im Honorar enthalten ist: Buchhaltung, Jahresabschluss, Erklärungen, Offenlegung, Lohn, Beratung.
- Sie hat einen klaren Belegprozess: wie Belege, Kontoauszüge und Rechnungen digital in die Kanzlei kommen.
- Falls nötig: Erfahrung mit Holdingstrukturen, mehreren Gesellschaften oder Gesellschaftern im Ausland.
Konkrete Fragen dazu findest du in der Checkliste für das Erstgespräch.
Steuerberater schon zur Gründung?
Am besten suchst du die Kanzlei vor oder direkt nach der Gründung. Nach Aufnahme der Tätigkeit muss die Gesellschaft dem Finanzamt innerhalb eines Monats weitere Angaben machen – mit dem „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“, grundsätzlich elektronisch (§ 138 Abs. 1b und Abs. 4 AO). Die Angaben darin, etwa zu erwarteten Umsätzen und Gewinnen, beeinflussen unter anderem die ersten Vorauszahlungen.
Viele Kanzleien übernehmen den Fragebogen für dich. Für gesellschaftsrechtliche Fragen wie Gesellschaftsvertrag und Beurkundung sind dagegen Notariat und Anwaltschaft zuständig.
Was eine Kanzlei für die GmbH kostet
Grundlage ist die Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV). Die Gebühren für Buchhaltung und Jahresabschluss hängen dort unter anderem von Umsatz, Bilanzsumme und Aufwand ab; seit dem 1. Juli 2025 gelten erhöhte Sätze. Viele Kanzleien vereinbaren stattdessen Pauschalen – dafür ist Textform nötig (§ 4 StBVV).
Seriöse Preise ohne deine Zahlen gibt es nicht. Lass dir ein Angebot geben, das Buchhaltung, Jahresabschluss, Erklärungen, Offenlegung und Lohn einzeln ausweist – so kannst du Angebote wirklich vergleichen.
So hilft GetSteuer
Im Fragebogen wählst du deine Rechtsform – UG, GmbH oder GmbH & Co. KG –, die Leistungen, die du brauchst, Umsatz, Mitarbeitende und Besonderheiten wie Holding, mehrere Gesellschaften oder Gesellschafter im Ausland. Wir zeigen deine Anfrage nur Steuerberatern, die deine Rechtsform und alle gewählten Leistungen abdecken und neue Mandanten annehmen.
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Häufige Fragen
Braucht eine GmbH einen Steuerberater?
Vorgeschrieben ist es nicht. Wegen Bilanzierung, Jahresabschluss, Offenlegung und elektronischer Übermittlung der Erklärungen arbeiten aber viele GmbHs und UGs mit einer Kanzlei zusammen.
Ist eine UG für die Kanzlei etwas anderes als eine GmbH?
Steuerlich wird die UG im Wesentlichen wie eine GmbH behandelt. Eine Besonderheit ist die gesetzliche Rücklage nach § 5a Abs. 3 GmbHG. Kanzleien, die GmbHs betreuen, betreuen in der Regel auch UGs.
Kann ich die Buchhaltung selbst machen und nur den Jahresabschluss abgeben?
Ja, das ist ein verbreitetes Modell. Stimm vorher ab, mit welcher Software und in welcher Qualität die Kanzlei deine Buchhaltung erwartet – sonst wird die Nacharbeit teuer.
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Quellen
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